Clonmacnoise

Cluain Mhic NóiseCounty Offaly

Die Ruinen der Klosteranlage Clonmacnoise liegen südlich von Athlone am Ostufer des River Shannon, der sich hier gemächlich entlang flacher Wiesen windet. 548 gründete St. Ciarán diese Klosteranlage, die wegen ihrer Lage an der Peripherie des wichtigen Nord-Süd-Wasserweges und der Ost-West-Verbindung zu Lande bald schon enorme strategische Bedeutung erlangte. Clonmacnoise entwickelte sich zum wichtigsten Zentrum des Glaubens und war gleichzeitig wichtiger Handelsort. Heutzutage sind auf dem Areal der einst so glorreichen Klostersiedlung die Ruinen einer Kathedrale, mehrerer Kirchen, zwei Rundtürme und mehrere hundert Grabsteine zu besichtigen. Im Zentrum der Anlage steht auf einer leichten Anhöhe die Kathedrale. Sie gilt als älteste Steinkirche Irlands. An ihrer nördlichen Fassade befindet sich ein Durchgang, der als “Whispering Door“ bekannt ist. Steht man in Durchgang und flüsterte, so war dies überall in der Kathedrale zu hören.

Auch die Replikate zweier bedeutender Hochkreuze befinden sich auf dem Gelände. Die zugehörigen Originale können im angeschlossenen Museum besichtigt werden, wo sie geschützt von äußeren Einflüssen aufgestellt wurden. Apropos Museum. Hier sind viele Relikte der Anlage liebevoll ausgestellt und eine audiovisuelle Show illustriert lebendig die bewegte Geschichte der Klosteranlage. Hierzu gehören auch die Widrigkeiten, mit denen die Mönche zu schaffen hatten. Die strategisch perfekte Lage hatte nämlich auch den großen Nachteil, dass immer wieder Feinde anrückten und das Kloster plünderten. So wurden alleine acht Überfälle der Wikinger verzeichnet, 27 mal wurde das Kloster von irischen Truppen angegriffen und 13 Mal wurde die Anlage niedergebrannt. Doch genauso häufig wie Ungemach das Kloster ereilte, bauten es die Mönche auch wieder auf. Bis letztendlich Cromwells Truppen Clonmacnoise verwüsteten.

Co. Offaly
Wegbeschreibung
Church